Donnerstag, 11. Januar 2018

Nachhaltig und praktikabel? Unser Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag



Mit der Nachhaltigkeit ist das bei uns so eine Sache: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich im Alltagsstress nicht immer die Energie habe, mich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen… Dennoch ist mir Nachhaltigkeit wichtig, und ich möchte meinen Kindern einen bewussten Umgang mit der Natur und begrenzten Rohstoffen vermitteln. Wenn ich mich mit diesem Post also bei der tollen Aktion #5vor12 der lieben Rachel von Mama denkt beteilige, dann (leider noch😉?) nicht, um zu zeigen, wie toll und nachhaltig und überhaupt es bei uns zugeht… sondern weil ich es wichtig finde, mich mit diesem Thema zu beschäftigen und darüber auszutauschen – und weil auch kleine Schritte zu mehr Nachhaltigkeit schon hilfreich sind…

Nachhaltigkeit in unserem Familienalltag


Einerseits versuche ich, unseren Familienalltag möglichst nachhaltig zu gestalten und meinen Kindern einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt zu vermitteln. Also möglichst auf Plastik zu verzichten, Energie zu sparen, biologisch erzeugte Produkte zu konsumieren… Vieles davon passiert so nebenbei (z.B. keine Plastiktüten zum Einkaufen verwenden), manches erleichtert nebenbei sogar den Familienalltag (z.B. Leitungswasser statt abgepacktem Wassser verwenden) und / oder spart Geld (z.B. Strom / Wasser sparen). 

Anderes (z.B. Wechsel zum Ökostromanbieter, Einkaufen im Unverpacktladen) erfordert mehr Disziplin, Recherche, Engagement… was ich leider im Alltag mit zwei kleinen Kindern Kindern ohne nennenswerteAuszeiten nicht immer aufbringe. Und dann passiert es eben doch, dass ich in der nächsten Magen-Darm-Grippe-bedingten nächtlichen Waschaktion den Trockner anwerfe, Wegwerfwindeln benutze und die neuen Gummistiefel schnell im Discounter um die Ecke kaufe, anstatt erstmal im Internet zu nach bio-öko-fair-produzierten Kautschuklatschen zu recherchieren…
Aber genug gejammert, es soll hier ja nicht um meine zahlreichen Umweltsünden gehen, sondern zu positiven Veränderungen motivieren. Und dafür hat sich die liebe Rachel 5 Kategorien ausgedacht, zu denen man jeden Monat seine aktuellen Ideen und Gedanken beitragen kann:


#5von12: 5 Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit
Nachhaltig und praktikabel? Unser Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag


1. Zahl des Monats

Welche Zahl im Rahmen von Nachhaltigkeit ist dir in welchem Alltagsbereich sehr eindrücklich vor Augen getreten?


82 Millionen.. oder zumindest so ungefähr, leben in Deutschland. Wenn jeder davon sich sagt, dass der eigene kleine Beitrag nicht viel bringt, ändert sich nie etwas. Wenn jeder dagegen in kleinen Schritten versucht, nachhaltiger zu leben, bringt das unheimlich viel!


2. Upcycling-Idee

Welches Experiment, welches Wiederverwenden hat dich in den vergangenen vier Wochen fasziniert? Was würdest du vielleicht gerne mal ausprobieren?

Hihi, da habe ich passend zur Jahreszeit etwas ganz Einfaches: Wir haben einen Tannenbaum im Kübel, den wir jetzt schon seit ein paar Jahren immer draußen stehen haben und nur zu Weihnachten hereinholen. Ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch Geld und Zeit 😊!


3. Food 

Welches nachhaltige, einfache, Reste verwertende Gericht gab es heute oder in den vergangenen vier Wochen auf deinem Teller?

Tja, ein tolles Resteessen habe ich leider so überhaupt nicht: Meine Tochter isst kein gemischtes Essen, also sind Aufläufe, bunte Gemüsepfanne etc. bei uns im Moment tabu. Dafür isst sie Essen eigentlich sowieso lieber kalt als warm. Während das bei der „ersten“ Mahlzeit recht nervig ist, weil es ewig langes Abkühlen erfordert, kann man ihr die Nudel vom Vortag am nächsten Tag einfach rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen und dann bei Zimmertemperatur servieren – spart gleichzeitig noch Energie 😉.

Zudem haben wir im Moment den perfekten Resteverwerter in Form eines fast 1-jährigen Babys zu Hause. Der Kleine mag eigentlich alles, was wir „Großen“ auch essen – und was er mit seinen 2 Zähnchen irgendwie kleinkriegt…

Dementsprechend bleibt bei uns von den Mahlzeiten im Prinzip nichts übrig. Was wir leider immer mal wieder wegwerfen, sind abgelaufene Lebensmittel. Die fallen leider immer wieder an, weil unsere Tochter immer Phasen hat, in denen sie ein bestimmtes Lebensmittel ständig und in großen Mengen verputzt, und dann von einem Tag auf den anderen überhaupt nicht mehr. Ich nehme mir immer wieder vor, das zu vermeiden, aber da ich gerne auf Vorrat einkaufe, klappt das leider nicht immer...


4. Anno domini

Welcher von Mamas oder Papas, Omas oder Opas Tipps, für einfache Reparaturen, Rezepte, Kniffe oder lifehacks hat es dir angetan?

Wie schon meine liebe Oma und meine Mutter lieben meine Tochter und ich Joghurt. Dementsprechend geht der bei uns in riesigen Mengen durch. Diese Mengen in den handelsüblichen Behältern zu kaufen ist nicht nur eine Riesenschlepperei, sondern geht auch ins Geld – und produziert natürlich auch eine Menge Müll.

Glücklicherweise kann man Joghurt aber ganz einfach selber machen. Meine Oma hat immer erzählt, dass sie früher auf dem Bauernhof ganz einfach die frische Milch für ein paar Stunden neben den warmen Ofen gestellt haben.. Das klappt leider (zumindest bei uns) heutzutage nicht mehr,, weil das Ganze über mehrere Stunden gleichmäßig auf ca. 38-40°C erwärmt werden muss.

Aber von meiner Schwiegermutter habe ich so einen tolle „Joghurtbereiter“ bekommen, die sie nicht mehr braucht. Da tut man die Milch mit einer kleinen Portion gekauftem Joghurt rein, lässt das ganze ein paar Stunden an, und zack, hat man fertigen Joghurt, der sogar noch milder schmeckt als der gekaufte… Es gibt übrigens auch Joghurtbereiter, die ohne Strom auskommen.

Statt gekauftem Joghurt kann man auch Joghurtkulturen zum Ansetzen nehmen, damit schmeckt der Joghurt auch sehr lecker. Wir mögen ja am liebsten Naturjoghurt, aber den selbst gemachten Joghurt kann man natürlich auch noch nach Geschmack süßen und mit Früchten anreichern.


5. Entdeckung

Welches Projekt, welches Unternehmen, welche Person, welche App, welches Event, welcher Instagram – Account hat dich mitgerissen oder inspiriert?

Nachhaltig und praktikabel? Unser Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag
Ich lese sowieso immer schon gerne den Blog der lieben Katharina von Kinderleute. Und seit kurzem gibt es dort die neueCo-Autorin Charis, die ganz tolle Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit imFamilienalltag schreibt. Da waren viele tolle Ideen dabei, die mich inspiriert haben.



Wie ist das bei euch mit der Nachhaltigkeit im Familienalltag? Habt ihr weitere Tipps und Ideen, wie man den Familienalltag nachhaltiger gestalten kann? Ich bin gespannt auf eure Kommentare 😊!


Gefällt dir dieser Beitrag? Vielleicht magst du ja auch noch ein bisschen hier bei Meine Eltern-Zeit stöbern, z.B. im Archiv oder bei meinen anderen Beiträgen zum Thema Nachhaltigkeit im Familienalltag mit kleinen Kindern.
Außerdem freue ich mich natürlich riesig über Kommentare, Likes oder das Teilen auf Pinterest, Facebook, Instagram oder Twitter 😊.

 

* Hinweis zur Werbung: Bei den Links in diesen Artikeln handelt es sich übrigens um sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr über diese Links eines der Produkte bei amazon kauft, erhalte ich einen kleinen Betrag - natürlich ohne Nachteile oder zusätzliche Kosten für euch als Käufer 😊.
 

Kommentare:

  1. Ich finde das Thema nachhaltig richtig gigantisch. Es gibt so vieles was man beachten muss und kann. Das ist der Hammer. Wir haben schon mal damit angefangen das wir versuchen keine Plastik Produkte mehr zu holen. Und ich habe immer meine Einhorn Einkaufstasche dabei :-)

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    1. Das stimmt, wenn man erstmal anfängt zu recherchieren, kommt echt schnell einiges zusammen...

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  2. Vielen, vielen Dank für dein Dabeisein!!! Ehrlich, ich freu mich so riesig!! Auch danke für deinen Linktipp. Zwar kenne ich den Blog von Katharina, aber ich hatte noch nicht mitbekommen, dass sie auch eine Nachhaltigkeitsaktion gestartet haben. Vielen Dank. Das Thema kann gar nicht oft genug auf den Tisch geholt werden.

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    1. Danke dir für die tolle Aktion und für's Erinnern ;-)! Es gibt ja noch sooo viele Aspekte des Themas - da werde ich bestimmt in den nächsten Monaten nochmal was zu schreiben...

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  3. Hallo Anne,

    ein toller ehrlicher Text. Bei uns läuft es ähnlich, wir achten auf die Umwelt, aber manchmal siegt die Bequemlichkeit oder auch einfach der Geldbeutel.

    Deine Zahl des Monats finde ich besonders gut gewählt. Sie regt zum Nachdenken an. Ja, wenn jeder nur einen Beutel Müll spart, dann sind das in ganz Deutschland 82 Millionen Beutel Müll und das muss man sich mal auf einem Haufen vorstellen.

    Genau deshalb machen wir auch weiter und verändern in kleinen Schritten die Welt zum Positiven.

    Viele Grüße
    Mama Maus

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    1. Liebe Mama Maus,
      vielen Dank für deinen lieben und ehrlichen Kommentar. Du hast so Recht, Bequemlichkeit und Geldbeutel sind da echt manchmal fiese Gegenspieler - ein Grund mehr für uns, kreativ zu werden ;-)
      Viele liebe Grüße,
      Anne

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  4. herrlich geschrieben und bewegt zum nachdenken

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    1. Lieben Dank - mich hat die tolle Aktion #5vor12 auch ganz schön zum Nachdenken gebracht, und ich möchte auf jeden Fall weiter an dem Thema dranbleiben...

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  5. Ich bin ja praktisch so groß geworden und deshalb steckt Nachhaltigkeit noch ganz tief in mir drin. Meine Eltern sind Kriegskinder und sparen und mit wenig auskommen war n meiner Kindheit normal.
    Marmelade wurde in gesammelten Gläsern eingekocht, und wenn Papas Unterhemden nicht mehr gingen wurden sie zerschnitten und zu Putzlappen.
    Auch heute wird jeder noch so kleine Essensrest eingetuppert und dann oft im Kühlschrank doch vergessen, aber ich gebe mir Mühe

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    1. Liebe Martina,
      vielen Dank für deinen Kommentar und die tollen Tipps - ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Nachhaltigkeit gleichzeitig auch noch Geld sparen kann - diese "Putzlappen" haben wir auch zu Hause ;-)
      Viele liebe Grüße,
      Anne

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