Montag, 11. Dezember 2017

Aus Fehlern lernt (man) Mama – oder nicht?! 10 Fehler im Alltag mit kleinen Kindern, die mir immer wieder unterlaufen

Aus Fehlern lernt (man) Mama – oder nicht?! 10 Fehler im Alltag mit kleinen Kindern, die mir immer wieder unterlaufen
Zu den Besonderheiten zum Thema #KindlicheLogik gab hier es javor kurzem schon mal einen Artikel… Aber auch mit meiner Mama-Logik ist es oft nicht so weit her. Sei es jetzt eine Mischung aus Übermüdung, Überforderung und Übermut- irgendwie kommt es immer wieder dazu, dass wir Eltern Sachen machen (bzw. die Kinder Sachen machen lassen), von denen wir doch schon seit dem letzten (und vorletzten) Mal wissen, dass sie nicht so eine tolle Idee sind… Und nein, damit meine ich nicht (nur) das Einkaufen in der Innenstadt am Samstag in der Vorweihnachtszeit.. 😉.

1. Kleinkind kurz unbeobachtet lassen, weil es gerade so schön ruhig spielt

Der Klassiker. Eigentlich wissen wir es ja alle: Wenn das Kind irgendwo spielt, und es plötzlich ganz ruhig wird, ist 100%ig irgendwas faul. Ob es jetzt Mamas Schminkzeug, ein wertvolles Elektrogerät oder die Klobürste ergattert hat- eigentlich müsste man sofort schauen gehen… Wenn man nicht gerade noch ganz kurz XYZ erledigen müsste…

2. Späten Mittagsschlaf zulassen

Eigentlich wissen wir es ja seit mittlerweile über drei Jahren: Unsere Tochter braucht relativ wenig Schlaf. Das war schon als Baby so, und das wird sich auch vermutlich nicht mehr groß ändern. Wenn wir also auf eine für unseren Schlaf- und Freizeitbedarf einigermaßen akzeptable nächtliche Schlafzeit kommen wollen, darf sie eben am späten Nachmittag nicht mehr schlafen- schon gar nicht mehr jetzt, wo sie schon seit einigen Monaten keinen Mittagsschlaf mehr braucht… Tja, aber obwohl wir das sehr wohl wissen, ist die Versuchung auf eine klitzekleine Ruhepause zwischendurch dann doch wieder sooo groß…
 

3. Etwas nur ausnahmsweise erlauben (egal, was!)

Aus Fehlern lernt (man) Mama – oder nicht?! 10 Fehler im Alltag mit kleinen Kindern, die mir immer wieder unterlaufen
Mit der Konsequenz bei Kleinkindern ist das ja echt so eine Sache. Man kann noch so konsequent sein, dem Gejammere und Gequengel stunden- / tage- / wochenlang standhalten. Und dann kommt er doch, der Moment, in dem man doch einmal schwach wird, mit irgendeinem Scheinargument, das mit „Nur einmal“ oder „ausnahmsweise“ anfängt… Und es gleich darauf bitter bereut 😉.

4. Schlafendes Kind zu früh Ablegen / sich aus dem Zimmer Schleichen

In meinem Post zu den Baby-Survival-Tricks hatte ich ihnbeschrieben, den Arm-Test, um zu schauen ob das Kind wirklich eingeschlafenist… Und dann passiert es mir doch immer wieder, dass ich ihn vor lauter Enthusiasmus, weil das Kind endlich eingeschlafen ist (oder weil ich schlicht und ergreifend dringend zur Toilette muss) vergesse und mich so aus dem Zimmer schleichen möchte- mit dem  Ergebis, dass das Kind wieder aufwacht und das ganze Spielchen von Neuem beginnt..

5. Staubsaugen vor dem Essen

Keine Ahnung, warum mir dieser Anfängerfehler immer wieder unterläuft.. vielleicht, weil bei uns ja irgendwer ständig am Essen ist - oder mit Sand- / Matsch-Schuhen, -Socken, -Windeln, -Jacken oder anderen Kleidungsstücken, in oder an denen man so Dreck transportieren kann, nach Hause kommt…

6. Aufräumen vor dem Playdate

Auch immer wieder gerne, vor allem, wenn Leute kommen, die wir noch nicht so gut kennen. Aber eigentlich der reinste Quatsch – genauso, wie vor dem Playdate staubzusaugen, weil, siehe Punkt 5.

7.  Fertig anziehen vor dem Essen

Eigentlich weiß ich natürlich, dass Kinder beim Essen IMMERkleckern – je mehr man warnt, hilft oder Lätzchen (oder andere Schutzkleidung) anzieht, desto mehr.. Aber vor allem, wenn man selbst schlafmangelverpeilt, das Kind nicht sonderlich heiß aufs Essen ist (den mangelnden Frühstücksappetit hat meine Tochter definitiv vom Papa 😉) und die Zeit knapp wird, ist die Versuchung halt doch immer wieder zu groß, das Kind doch mit irgendwelchen Scheinargumenten à la „ausnahmsweise“, „wird schon nicht“ oder „ist ja nur Joghurt“ schon vor dem Essen anzuziehen…

8. Sand nicht ausschütten nach dem Spielplatzbesuch

Eigentlich gibt es auch hier keine Entschuldigung, denn das Spielplatz eben auch Sand, und zwar überall Sand, bedeutet, können sich vermutlich selbst Nicht-Eltern denken… Warum ich trotzdem immer wieder vergesse, den Sand am besten noch beim Verlassen des Spielplatzes auszuschütten aus Schuhen, Hose, Jacke, Windel (!!) etc. auszuschütten?! Tja, da kann als Erklärung wohl nur eine Mischung aus Schlafmangel und Stillhormonen herhalten…

9. Etwas versprechen, was man nicht 100000%ig halten kann

Ein echtes Dilemma im Leben mit (meinem) Kleinkind: Einerseits ist es gut, sie möglichst immer Unternehmungen oder Situationswechsel im Allgemeinen vorzubereiten… Andererseits habe ich mich schon so oft geärgert, weil ich irgendetwas (das muss gar nichts Dolles sein, sagen wir mal z.B. ein Supermarktbesuch) in Aussicht gestellt habe. Dann kommt irgendetwas dazwischen (sagen wir mal ein Platzregen) – ein klassischer Fall von zwischen Regen und Traufe äh, Wutanfall…

10. Nach einer guten Nacht davon ausgehen, dass die nächste auch gut wird - und entsprechend später  ins Bett gehen

Aus Fehlern lernt (man) Mama – oder nicht?! 10 Fehler im Alltag mit kleinen Kindern, die mir immer wieder unterlaufenBin nur ich so hoffnungslos optimistisch, oder kennt ihr auch dieses Phänomen, dass man nach einer einzigen guten Nacht (und wohlgemerkt davor mindestens 947 schlechten) automatisch davon ausgeht, dass es jetzt alles besser wird, fröhlich herumposaunt, dass das Kind ja jetzt durchschläft-  und dementsprechend am nächsten Abend spät ins Bett geht? Tja, was soll ich sagen, irgendwann, eines schönen Tages, wird diese Rechnung aufgehen, weil das Kind tatsächlich zuverlässig durchschläft.. hab ich mir sagen lassen..


Habt ihr auch so Sachen in eurem Eltern-Dasein, die ihr immer mal wieder macht, obwohl ihr eigentlich schon lange beschlossen habt, dass sie nicht so eine wirklich gute Idee sind? Ich bin gespannt auf eure Kommentare 😊!

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Kommentare:

  1. hahaha, ich bin ein hoffnungsloser Fall.
    Genau das was du beschreibst ist mir glaube ich fast nie passiert.
    Ich bin fast schon krankhaft am in die Zukunft planen und vorausschauen.
    Ich sehe das Wasserglas schon vom Tisch stürzen bevor es überhaupt aus dem schrank geholt wurde.
    Das macht mich wahnsinnig anstrengend für meine Mitmenschen die ich dann immer anraunze, dass man das oder das ja hätte komme sehen - hahaha.
    Ich bin nicht einfach, ich weiß, aber zusätzlich habe ich auch eine große Portion Gelassenheit und deshalb sauge ich auch nach dem Essen nicht unterm Tisch

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    1. Liebe Martina,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar... Sehr schön das Beispiel mit dem Wasserglas - das fällt bei uns tatsächlich sehr regelmäßig, weil ich mal wieder in der Annahme war, dass Murphy nur ausnahmsweise dieses eine Mal nicht für mich gilt... ;-)
      Liebe Grüße,
      Anne

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